Der Neue ist da!

14. April 2005: Dresdner Rettungsdienst bekommt Babynotarztwagen geschenkt

Er wiegt 3,5 Tonnen, ist 564 cm lang, 193 cm breit und passt durch jede Einfahrt, die höher ist als 258 cm. Rundum gesund, ist er 130 PS stark, verfügt über Navigationssystem, Telefon und Funkausrüstung. Sein Name ist Babynotarztwagen Nr. 2, und er kommt aus der Familie Mercedes-Benz, Sprinter 313 CDI. Damit er überall Vorfahrt bekommt, ist sein Namensschild etwas größer als gewöhnlich. Mit einem Blaulicht wird er sich schon von weitem bemerkbar machen. Auch an seiner kräftigen Stimme, einem Martinshorn, ist er leicht zu erkennen.

Kaum auf der Welt, hat der Babynotarztwagen die große Aufgabe, schwer erkrankte Früh- und Neugeborene so schnell wie möglich in die richtige Klinik zu bringen. Damit er das jederzeit schafft, wurde er bestens ausgestattet: mit einem speziell gefederten Tragetisch für den Inkubator, Druckluft- und Sauerstoffflaschen, einem Schranksystem für Versorgungskoffer und Betreuerplätzen für Notarzt und Schwester. Die Eltern der Kleinen dürfen gleich mitfahren.

Initiatoren, Helfer und Spender waren glücklich, ihn nun auf die Piste schicken zu können, und zwar rund um Dresden: im Norden bis Riesa, im Osten bis Görlitz, im Süden bis Zittau und im Westen bis Feiberg. Der Wert des Babynotarztwagens beträgt ca. 85.000 Euro.

Babynotarztwagen bekommt Hightech

Die Firmen Philips und Alaris, zwei der Sponsoren für den neuen Babynotarztwagen der Dresdner Kinderhilfe e.V., haben ihr Versprechen eingelöst. Seit Anfang April stehen zwei Hightech-Geräte für die Nothilfefahrten mit dem neuen Mercedes-Sprinter bereit. Der Philips M3 Transportmonitor zur Überwachung von fünf wichtigen Lebensfunktionen von Frühgeborenen überprüft das Atem- und Kreislaufsystem. Mit Eintreffen in der Kinderklinik können diese bereits ausgewerteten Daten für die weitere Behandlung übernommen werden.

Zu den ersten Hilfemaßnahmen gehören Medikamentengaben in die Blutbahn des kleinen Patienten. Die schwierige Dosierung übernimmt eine Spritzenpumpe der Firma Alaris. Infusionen von 0,1 bis 1.200 Milliliter pro Stunde können so automatisch verabreicht werden ? der begleitende Kinderarzt hat mehr Zeit, um sich dem kranken Baby zu widmen.

Eine große Hilfe für die Rettungsmannschaft?, sagt Prof. Manfred Gahr, während er sich bei den Sponsoren bedankt. ?Die Geräte sind mit denen auf unseren Stationen kompatibel ? das heißt, es gibt bei einem Noteinsatz keinen Zeit- und Datenverlust. So können wir Babys in Not überall auf gleich hohem Niveau versorgen.

Babyhilfe auf vier neuen Rädern

Wie immer war das Maskottchen der Dresdner Kinderhilfe dabei, als sich Prof. Manfred Gahr, Georg H. Leicht, Matthias Matthies und Jürgen Flückschuh zum Vertragsabschluss im Autohaus in der Fritz-Meinhardt-Straße trafen. ?So oft, wie wir schon zusammengekommen sind, könnte unser Teddy schon bald allein unterschreiben?, scherzte Prof. Gahr.

Die zukünftige schnelle Hilfe für kranke Babys
ist gesichert: Mit ihrer Unterschrift haben die Mercedes-Benz-Niederlassung Dresden, der Dresdner Kinderhilfe e.V. und die Ostsächsische Sparkasse Dresden die baldige Lieferung des neuen Babynotarztwagens ins Rollen gebracht.

Alle Beteiligten sind froh darüber, dass die Bestellung des neuen Rettungsfahrzeugs jetzt perfekt ist. Schon in den nächsten Wochen wird der Spezialaufbau eines Mercedes-Transporters in Dresden eintreffen, wo er seine Hightech-Ausstattung der Firmen Alaris und Philips und eine gut sichtbare Beschriftung bekommt. Die Übergabe ist dann für Mitte April geplant.

Mit dem großen Kinderhilfe-Teddy kann der neue Rettungswagen ab April kranke Babys in die richtige Klinik fahren ? und wie der noch im Einsatz befindliche Wagen überall auf Vorfahrt hoffen.

Schnelle Hilfe für Babys

Der Babynotarztwagen hat schon viele gute Dienste getan. Immer wenn ein Frühchen zu schnell auf die Welt will oder ein Baby plötzlich in gesundheitliche Nöte gerät, ist er schnellstens zur Stelle und bringt Mutter und Kind in die Klinik. Medizinische Geräte zur Notversorgung sind an Bord. Der erste Babynotarztwagen, mit Spenden des Vereins Dresdner Kinderhilfe und des Vereins Gesunder Babyschlaf angeschafft, ist in die Jahre gekommen. Nach genau 13 Jahren ist die Gefahr einer Panne zu groß geworden. Deshalb wird schon länger auf einen Neuen gespart. Auch der Erlös der Benefizaufführung des Kindermusicals „Wundersame Weihnacht“ am 17. Dezember 2004 in der Semperoper und der DVD-Mitschnitt der Veranstaltung werden zu seiner Anschaffung beitragen.